Die schockierende Wahrheit: Was Eltern nicht über digitale Kompetenz wissen
Ein kulturübergreifender Einblick in die digitale Erziehung in Mitteleuropa
Digitale Kompetenz: allgemein geschätzt, ungleich verstanden
Der nächsten Generation helfen, in einer digitalen Welt erfolgreich zu sein
Eine kulturübergreifende Momentaufnahme der digitalen Erziehung in Mitteleuropa
Da digitale Technologien die Bildung, die Arbeit und das tägliche Leben immer mehr verändern, stellen sich Eltern auf der ganzen Welt die Frage, wie sie ihre Kinder am besten auf die digitale Zukunft vorbereiten können. Wir bei Logiscool sind der Meinung, dass das Verständnis der elterlichen Einstellungen der Schlüssel für die Gestaltung wirksamer digitaler Bildungsprogramme ist. Deshalb haben wir eine grenzüberschreitende Umfrage in Ungarn und Rumänien durchgeführt, um herauszufinden, wie Eltern digitale Kompetenz, Online-Sicherheit und künstliche Intelligenz (KI) sehen.
Die Ergebnisse bieten faszinierende kulturelle Einblicke und zeigen gemeinsame Werte und abweichende Prioritäten zwischen zwei benachbarten Ländern auf. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die digitale Kompetenz und zeigen, was unsere Umfrage ergeben hat.

Digitale Kompetenz: Universell geschätzt, ungleich verstanden
Sowohl in Ungarn als auch in Rumänien herrscht unter Eltern große Einigkeit: Digitale Kompetenz ist für die Entwicklung ihrer Kinder unerlässlich. In Ungarn wurde sie als wichtigster Bildungsbereich bewertet (M=3,5/4), in Rumänien folgte sie dicht hinter körperlicher Aktivität und Spracherwerb (M=3,8/4) mit einem Durchschnitt von 3,7. Interessanterweise zählten Kreativitäts- und kognitive Entwicklungsförderung – die wir ebenfalls aufgeführt haben – zu den am wenigsten wichtigen Bereichen.
Bewusstheit vs. Vertrautheit
Doch trotz dieser gemeinsamen Überzeugung von der Bedeutung der digitalen Kompetenz ist das Verständnis der Eltern für diesen Begriff sehr unterschiedlich. Während 91,6 % der rumänischen Eltern sagen, dass sie mit dem Begriff vertraut sind, geben nur 53,3 % der ungarischen Eltern dasselbe an. Auf die Frage, wie sie ihre eigenen digitalen Kenntnisse einschätzen, gaben ungarische Eltern sich selbst eine bescheidene Durchschnittsnote von 2,7 von 4, verglichen mit 3,0 in Rumänien.
Diese Diskrepanz - zwischen dem Stellenwert der digitalen Kompetenz und dem Selbstvertrauen der Eltern im Umgang damit - gibt Anlass zu ernsten Bedenken.

Das Selbstvertrauensdefizit zu Hause
Obwohl die meisten Eltern erkennen, dass digitale Kompetenzen entscheidend für die Zukunft ihres Kindes sind, fehlt vielen die nötige Sprache, Erfahrung oder die passenden Instrumente, um diesen Weg zu unterstützen. In der Praxis kann das bedeuten, dass wichtige Gespräche nie stattfinden, entscheidende Lernchancen verpasst werden oder Unterstützung zu Hause nur unregelmässig erfolgt. Bildungsinstitutionen spielen zwar eine zentrale Rolle dabei, Kinder mit diesen Fähigkeiten auszustatten, doch ohne aktive Beteiligung der Eltern reicht das nicht aus – ebenso wichtig sind vertiefte Gespräche und kontinuierliche Bildung im Elternhaus.
Besonders besorgniserregend ist zudem das Risiko, dass Eltern unbewusst veraltete oder unvollständige digitale Gewohnheiten weitergeben, einfach weil ihnen selbst diese Konzepte nie vermittelt wurden. Das ist insbesondere in CEE relevant, wo digitale Kompetenz als oberste Priorität gilt, das Wissen und das Vertrauen der Eltern jedoch deutlich zurückbleiben (Vergleichsdaten für Westeuropa sind in diesem Bericht nicht enthalten).
Warum es wichtig ist
Warum ist das wichtig? Weil digitale Kompetenz heute weit über das Einschalten eines Computers oder die Nutzung einer App hinausgeht. Es geht um kritisches Denken, Datenschutz, das Verständnis von KI, die ethische Nutzung von Technik und das Erkennen von Fehlinformationen usw. Wenn Kinder sicher und effektiv in der digitalen Welt navigieren sollen, brauchen sie Anleitung, nicht nur von Schulen und privaten Einrichtungen wie Logiscool, sondern auch von informierten, selbstbewussten Erwachsenen zu Hause.
Der nächsten Generation zu einem erfolgreichen Leben in der digitalen Welt verhelfen
Unsere Umfrage zeigt ein klares Paradox: Eltern in CEE schätzen digitale Kompetenz sehr, fühlen sich aber oft schlecht darauf vorbereitet, ihre Kinder dabei zu begleiten. Diese Lücke zwischen Bewusstsein und Selbstvertrauen macht deutlich, wie dringend bessere Ressourcen, mehr Aufklärung und stärkere Zusammenarbeit nötig sind. Bei Logiscool sind wir überzeugt, dass die Unterstützung der Eltern genauso wichtig ist wie die Ausbildung der Kinder – denn digitale Fähigkeiten entfalten sich am besten, wenn sie sowohl im Unterricht als auch zu Hause gefestigt werden. Indem wir Brücken zwischen Schulen, Familien und Gemeinschaften bauen, können wir sicherstellen, dass die nächste Generation Technologie nicht nur nutzt, sondern sie versteht, hinterfragt und verantwortungsvoll mitgestaltet.
Möchtest du tiefer einsteigen? Schau dir unsere Blogs über Internetsicherheit und KI an.


