Eingeborene und zugewanderte Generationen in der digitalen Welt

Digitalisierung
16. März 2021

Die digitale Welt ist in ständigem Wachstum und Wandel begriffen. Viele empfinden dies als eine Schwierigkeit und eine Quelle der Frustration, aber jüngere Generationen betrachten es als natürliche Lebensweise.

In einem Artikel aus dem Jahr 2001 führte der amerikanische Pädagoge, Dozent und Autor Marc Prensky die Begriffe "Digital Native" und "Digital Immigrant" ein, um die beiden Gruppen zu beschreiben und zu erklären, warum ihre Unterschiede so viele Probleme in der Bildung verursachen.

Die jüngeren Generationen sind in einer Welt aufgewachsen (oder wurden direkt in diese hineingeboren), in der sie von klein auf von digitalen Werkzeugen umgeben sind: Computer, Webcams, Smartphones oder das Internet. Die Gehirne von Kindern sind formbar, was bedeutet, dass sie sich an die Verwendung solcher Werkzeuge anpassen werden: Sie werden anders denken und lernen und eine andere Beziehung zur Technologie haben als frühere Generationen. Einige Forschungen deuten sogar darauf hin, dass ihre neuronale Struktur verändert sein könnte. Das sind die Digital Natives.

Die älteste Generation unter ihnen sind die Millenials, auch Generation Y genannt, die zwischen Anfang der 80er und Mitte der 90er Jahre geboren wurden. (Sie werden Millenials genannt, weil sie um die Jahrtausendwende in die Gesellschaft der Erwachsenen eintraten.) Viele von ihnen hatten noch eine Kindheit ohne digitale Gadgets, aber sie wuchsen relativ früh in die digitale Kultur hinein. Auf sie folgte die Generation Z, die "Zoomer", die zwischen Ende der 90er und Anfang der 2010er Jahre geboren wurden und schon von klein auf Zugang zum Internet hatten. Die jüngste Generation ist die Generation Alpha, die in den frühen 2010er Jahren geboren wurde und zumeist die Kinder der Millenials ist.

Und neben den Einheimischen gibt es die Einwanderer: jene Generationen, die erst als Erwachsene gelernt haben, digitale Geräte zu nutzen. Genau wie beim Sprachenlernen unterscheidet das Gehirn zwischen dem als Kind und dem als Erwachsener erlernten Wissen und speichert die Informationen unterschiedlich. In der realen Welt wird ein Einwanderer immer einen fremden Akzent beibehalten; in ähnlicher Weise lässt sich auch ein digitaler Einwanderer von den Einheimischen unterscheiden: Er lernt zwar moderne Technologien (möglicherweise sogar besser als ein Jugendlicher), aber er wird sie dennoch etwas anders nutzen. Denken Sie an den Büroangestellten, der ein Dokument ausdruckt, um es Korrektur zu lesen und Änderungen mit Tinte zu markieren, anstatt die Korrekturfunktion seines Textverarbeitungsprogramms zu nutzen; oder an den älteren Verwandten, der Sie anruft, um zu fragen, ob Sie die von ihm gesendete E-Mail erhalten haben. Selbst die fleißigsten Einwanderer werden gelegentlich stolpern und nicht genau wissen, wofür Facebook, Twitter und Instagram verwendet werden und wer gerade mit wem cool ist.

Dieser Generationsunterschied wird in der Schule zum Problem, wenn ältere digitale Einwanderer versuchen, Einheimische zu unterrichten, und mit den Schwierigkeiten überfordert sind. Natives sind seit ihren frühen Jahren daran gewöhnt, Informationen in schnellem Tempo aufzunehmen und zu verarbeiten, zuerst ein Diagramm oder ein Bild zu sehen und erst danach die Erklärung zu lesen. Sie sind an Multitasking gewöhnt, an das Lernen, während sie Musik hören oder etwas anderes tun. Wenn sie im Internet surfen, lernen sie nicht, indem sie Kapitel für Kapitel lesen, sondern indem sie nach dem Zufallsprinzip vorgehen: Sie folgen Links in die eine oder andere Richtung und setzen den Stoff im Kopf zusammen. Es ist kein Wunder, dass die traditionelle Pädagogik mit ihrem langsamen Unterrichtstempo, ihrer streng linearen Logik und ihrer "Erzählen und Testen"-Methodik für sie nicht funktioniert: Sie unterscheidet sich erheblich von den Lernmethoden, in die sie hineingeboren wurden.

Wir von Logiscool halten es für wichtig, die jüngste Generation der Digital Natives mit der digitalen Kompetenz auszustatten, die sie im Leben brauchen werden. Unsere jungen Trainer denken ähnlich wie sie und geben ihr Wissen spielerisch weiter, wobei sie sich an die natürlichen Lernmethoden und das Tempo der Kinder anpassen. In unseren 4-5-monatigen Kursen lernen sie Programmieren und andere digitale Themen wie Videoproduktion und Robotik. In unseren 6- bis 10-minütigen Workshops können sich die Kinder in kürzester Zeit mit weiteren spannenden Themen wie der Entwicklung mobiler Apps, 3D-Design, digitaler Illustration und Minecraft-Modding beschäftigen. Melden Sie sich für unsere Kurse oder Workshops an und lernen Sie die erfahrungsbasierte Lehrmethodik kennen, die wir speziell für Digital Natives entwickelt haben!

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